A Taste of Steel – Geschmack von Stahl

Dänisch-deutsches Konzertprojekt

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Der renommierte dänische Komponist Hans-Erik Philip hat, inspiriert durch Gedichte der Lyrikerin Pia Tafdrup, einen Liederzyklus speziell für das Stahlquartett Dresden komponiert. Es ist das erste Mal, dass ein Komponist dieses Ranges für das Stahlquartett Dresden ein abendfüllendes Werk verfasst.  „A Taste of Steel – Geschmack von Stahl“ lotet vielfältigste musikalische und klangliche Kombinationen zwischen dem Stahlquartett und den Gesangssolist:innen (Sopran, Alt, Obertongesang) aus. Dabei bildet A Taste of Steel verschiedene Facetten des Lebens ab: Freude, Liebe, Schönheit, Katastrophe und Hoffnung. 

Die außergewöhnliche deutsch-dänische Musikproduktion sollte ursprünglich in Dänemark zur Uraufführung kommen. Aufgrund von Corona finden die Uraufführung und die anschließenden Konzerte nun in Dresden, Chemnitz und Leipzig statt, bevor das Werk auch in Dänemark erklingen wird.

Hans-Erik Philip (*1943) ist ein erfolgreicher dänischer Komponist. Er schuf Musik für mehr als 80 Filme und TV-Produktionen in Skandinavien, für Theater, darunter „Die Rache der Engel“ (Karen Blixen), „Words and Music“ (Samuel Beckett), „Bluthochzeit“ (Frederico García Lorca). Der von ihm komponierte Soundtrack zur dänischen Filmserie „Fiskerne“ (Die Fischer) verkaufte sich mehr als 50.000 Mal. 2014 wurde die von Philip komponierte Originalmusik zum kanadischen Film „Once were Enemies“ beim Internationalen Filmfestival in Houston mit dem Gold Remi Award ausgezeichnet. Die dramatische Choralvertonung des berühmtesten Gedichtes des irischen Nobelpreisträgers Seamus Heaney, „Requiem for the Croppies“, wurde 2012 in Irland uraufgeführt. 2016 kam sein Liederzyklus „Human Chain“ basierend auf Gedichten von Seamus Heaney, mit mehr als 60 Mitwirkenden zur Uraufführung. 2019 schuf er, basierend auf Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“, ein 25minütiges Werk für Chor, das in der Queen’s Hall in The Black Diamond, Kopenhagen, uraufgeführt wurde, gefolgt von Konzerten in Peking.

Das Stahlquartett gründete Jan Heinke 2001 in Dresden als Ensemble für Neue Musik. Zur Erzeugung seiner Musik bedient es sich „Stahlcelli“, eigens gefertigter Streichinstrumente aus Eisen, die mit einem Bogen zum Klingen gebracht werden. Neben Heinke gehören der Jazzpianist Alexander Fülle, der Komponist Peter Andreas und der Sänger Michael Antoni zu Stahlquartett. Das Ensemble ist regelmäßig auf Festivals Neuer Musik vertreten und spielt Konzerte auf internationalen Bühnen.

Die an der Musikproduktion beteiligten Sängerinnen Tóra Vestergaard (Sopran) und Simone Rønn (Alt) sind renommierte Interpretinnen aus Dänemark, die sich neben klassischer Konzerttätigkeit auch im Bereich der zeitgenössischen Musik engagieren.

Uraufführung: 23.09.2021, 20:00 Uhr Annenkirche Dresden
Weitere Konzerte:
24.09.2021, 20:00 Uhr Schloßkirche Chemnitz
25.09.2021, 20:00 Uhr Thomaskirche Leipzig


Die Produktion „A Taste of Steel – Geschmack von Stahl“ wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Die Komposition A Taste of Steel / Der Geschmack von Stahl wird unterstützt von der Danish Composers’ Society und Danish Koda Kultur.


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