GEOMETRISCHES BALLETT

Events: Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik

GEOMETRISCHES BALLETT UA
Hommage á Oskar Schlemmer von Ursula Sax
Choreografie Katja Erfurth / Musik Sascha Mock

Eine Produktion von tristan Production in Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Initiiert durch Semjon H. N. Semjon, Semjon Contemporary.

Das Geometrisches Ballett (Hommage à Oskar Schlemmer) von Ursula Sax kam als szenische Wiederaneignung im Rahmen der Bauhaus-Ehrungen im Herbst 2019 zur Uraufführung und wurde mit freien Künstler*innen aus dem Bereich Tanz, Performance und Musik produziert.

Die Autorin Ursula Sax ist eine der renommiertesten deutschen Bildhauerinnen (geb. 1935), deren Schaffen durch ihre Lehrer stark vom Bauhaus geprägt wurde. Mit über achtzig Jahren kann sie auf ein breites Schaffen zurückblicken, das von vielen Kunstkennern geschätzt wird und in zahlreichen privaten Sammlungen und Museumssammlungen vertreten ist. Mit ihrer Professur ab 1993 an der HfBK Dresden ist sie auch eng mit Dresden verbunden. 2017 wurde sie mit dem Kunstpreis der Stadt Dresden geehrt. Ihr Geometrisches Ballett kam 1991/92 an der Akademie der Künste Berlin sowie bei den Theatertagen in Braunschweig rudimentär zur Aufführung, Ihre original erhaltenen Tanzskulpturen und performativen Objekte nehmen in der Bildenden Kunst eine Sonderstellung ein und können den eigentlichen Platz in der Kunstgeschichte erst finden, wenn sie für den ursprünglich gedachten Zweck genutzt, als Bühnenstück aufgeführt und einer breiten Öffentlichkeit gezeigt wurden. Charakteristikum des Konzeptes Geometrisches Ballett von Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik, ohne ein Libretto oder eine konkrete Aufführungsweise vorzugeben.

Das Werk ist – im Titel bereits ablesbar – Oskar Schlemmer und seinem Triadischen Ballett gewidmet und rückt gerade im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 wieder in die Wahrnehmung und das Interesse der Kunstwelt. Auf verführerische Weise verbinden uns die Tanzskulpturen und Objekte mit der im Jahr 2019 ausgiebig gefeierten Bauhausgeschichte und insbesondere mit den künstlerischen und theaterwirksamen Aspekten des Bauhauses. Diese machten einen großen Teil der Praxis am Bauhaus aus, die jedoch kaum noch wirksam erlebbar ist. Umso größer ist heute der Reiz – in einer durch die Digitalisierung gänzlich anders strukturierten Welt – selbst nachzuvollziehen und auszuprobieren, was der künstlerisch und handwerkliche Ansatz war, sich mit dem Menschen als skulpturalem Objekt in einem Raum auseinanderzusetzen.

Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium des Inneren und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. 

Bisherige Aufführungen:
06./7.09.19 Uraufführung Radialsystem Berlin
11.09.19 Gastspiel Eröffnung Bauhaus-Festival Dessau
20./21.9.19 Dresdner Fassung Appia-Bühne Festspielhaus Hellerau
18.10.19 Westbad Leipzig
07.11.19 SNE Bautzen
12.12.19 Haus Schminke Löbau
18.12.19 Kulturkino Zwenkau
08.01.20 Theater Görlitz
26.01.20 Kunstfest Magdeburg

Körperrad aus „Geometrisches Ballett“ von Ursula Sax, fotografiert am 05. September 2019 im Radialsystem Berlin. Tanz: Helena Fernandino Produktion: tristan Foto: André Wirsig

Presse
https://www.tanznetz.de/blog/29428/geometrisches-ballett

https://www.monopol-magazin.de/geometrisches-ballett-ursula-sax

https://www.lvz.de/Region/Markkleeberg/Stehende-Ovationen-fuer-Geometrisches-Ballett

https://www.mz-web.de/dessau-rosslau/tv-dokumentation-zdf-begibt-sich-noch-einmal-auf-bauhaus-spuren-33665864

Pressefotos auf Anfrage